Methodik & Pädagogik

Die pädagogische Grundlage

Das Kind, die Lehrperson und die Eltern sind Partner. Maria Montessoris wichtigstes Ziel war es, freie Entwicklung zu ermöglichen – Erziehung als indirekte Hilfe zur Selbsterziehung. Elemente anderer pädagogischer Richtungen werden einbezogen, sofern sie diesem Grundanliegen nicht widersprechen.

„Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich.“

Maria Montessori

Das Montessori-Lernmaterial folgt klaren Prinzipien: Es weckt Interesse und Neugierde, ist jeweils nur einmal vorhanden, isoliert einzelne Lernschritte und ermöglicht dem Kind, sich selbst zu korrigieren. Der Weg führt immer vom Konkreten zum Abstrakten.

Rolle der Lehrpersonen: Begleiter und Beobachter – mit Respekt und Liebe. Sie gestalten die vorbereitete Umgebung und holen die Kinder dort ab, wo sie stehen.

Unsere 8 Grundsätze

1

Achtsamer Umgang

Fest in der Schulordnung verankert. Alle Schulangehörigen – Kinder, Lehrpersonen, Eltern – bemühen sich täglich um achtsamen Umgang mit Menschen, Umwelt und sich selbst.

2

Schule als Lebensraum

Kinder kommen an, fühlen sich wohl, werden wahrgenommen. Eltern sind willkommen. Gemeinsame Feste und Veranstaltungen stärken das Gemeinschaftsgefühl.

3

Förderliche Lernumgebung

Große, helle Räume. Der runde Teppich ist das zentrale Merkmal aller Montessoriklassen – hier trifft sich die Gemeinschaft. Der Schulhof ist Erweiterung des Lernraums.

4

Lernen in Zusammenhängen

„Schau vom Ganzen“: Erst das große Bild sehen, dann Details erkunden. Kosmische Erziehung in der Unterstufe, vernetzter Unterricht in Mittel- und Oberstufe.

5

Unterschiede als Chance

Alle Klassen sind jahrgangsgemischt. Patenschaften und Lernpartnerschaften sind selbstverständlich. Vier I-Klassen integrieren Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Offenheit und Toleranz wachsen im Alltag.

6

Selbstständigkeit lernen

Über Selbsttätigkeit zur Selbstständigkeit. Etwas selbst gelöst zu haben erzeugt echte Zufriedenheit – und gibt Mut für den nächsten Schritt.

7

Verantwortung übernehmen

Verantwortung wird geübt: durch Patenschaften, Klassenrat, Klassendienste und das Schülerparlament. Kinder erleben, dass ihr Handeln Wirkung hat.

8

Vielseitige Kompetenzentwicklung

„Tun können“ ist die Devise. Fachkompetenzen durch Fachunterricht und Freiarbeit. Selbst- und Sozialkompetenz durch Projekte, Klassenrat, Theatergruppe und Original Play.

Methodenvielfalt im Unterricht

Die FMS Altach arbeitet nicht mit einer einzigen Methode – sondern mit dem, was dem jeweiligen Kind und Thema am besten dient:

Freiarbeit

Projektlernen

Vernetzter Unterricht

Fachunterricht

Kreative Entfaltung

Praxis & Exkursionen

Alternative Leistungsbeurteilung

In den Schulstufen 1 bis 7 gibt es keine Ziffernnoten. Stattdessen arbeiten wir mit Schulbesuchsbestätigungen, Pensenbüchern, halbjährlichen Eltern-Schüler-Lehrer-Gesprächen, Entwicklungsberichten und Coachinggesprächen.

Schüler*innen können eigenständig neue Lernziele vornehmen und ihren Lernfortschritt selbst planen. Das fördert Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Selbstwahrnehmung.

8. Schulstufe: Notenzeugnis mit Öffentlichkeitsrecht –
für den Übertritt in AHS, HTL, HAK etc. ist keine Aufnahmeprüfung erforderlich.

Integration & Inklusion

Seit 1998 nimmt die FMS Altach Kinder mit erhöhtem Förderbedarf auf – als wertvolle Bereicherung für alle. Offene Lernformen, Jahrgangsmischung und Integrationslehrkräfte schaffen optimale Bedingungen.

Lernen Sie unsere Pädagogik kennen

Beim Infoabend erklären Lehrpersonen und erfahrene Eltern, wie der Alltag wirklich aussieht.